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Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#1 von Old W. , 30.05.2021 07:29

Ich fahre seit einiger Zeit Wilbers Federbeine und habe sie ca 3000 km mit Einstellung nach Herstellervorgabe gefahren. Die Vorspannung und die Zugdämpfung sind einstellbar und die Bolt fährt sich um einiges rückenschonender als mit den Originalfedern.

Aber das kann ja noch nicht alles sein und so legte ich die Einstellanleitung in die Schublade, wo sie jetzt kühl und trocken vor Sonnenlicht geschützt lagert und tauschte die Theorie gegen Praxis.
Meine Überlegungen:
Wenn ich auf der Bolt sitze, ist die Federspannung im Ruhezustand immer gleich, egal wie die Vorspannung eingestellt ist.
Wenn ich die Vorspannung verringere, federt die Bolt etwas weicher.
Wenn ich die Zugdämpfung erhöhe, springt die Bolt nach Bodenwellen weniger.
Ca. 2000 km habe ich jetzt alle Einstellungen durchprobiert.
Die Vorspannung habe ich jetzt ganz zurückgenommen und fast maximale Zugdämpfung eingestellt. Der Fahrkomfort hat sich erheblich verbessert. Jetzt muss ich das noch im Urlaub mit Gepäck testen. Vermutlich wird die Vorspannung so bleiben und ich werde die Zugdämpfung zurücknehmen. Die Zugdämpfung läßt sich ohne Werkzeug einstellen.

Da ich wohl flott aber nicht sportlich unterwegs bin, wird das so wohl für mich die richtige Einstellung sein.
Ich würde mich freuen, wenn noch Andere Ihre Erfahrungen mit einstellbaren Federbeinen schildern.

 
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zuletzt bearbeitet 30.05.2021 | Top

RE: Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#2 von Old W. , 31.05.2021 08:21

Fahrweksabstimmung scheint hier kein Thema zu sein.
Ich probiere mal ein paar tausend km weiter.
Zur Zeit löse ich die Negativdämpfung wieder etwas, denn nach harten Bodenwellen setzt die Bolt sonst etwas hart auf.
Vorne fahre ich progressive Wilbers Federn, die sich wirklich lohnen.

 
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RE: Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#3 von OldMan54 , 31.05.2021 20:41

Zitat von Old W. im Beitrag #2
Fahrweksabstimmung scheint hier kein Thema zu sein.



Bei mir schon
Öhlins STX 36 Twin Shock YA 357, Abstimmung, Gedanken.

 
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RE: Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#4 von Atti , 01.06.2021 01:45

Moin Werner

Hab im Thread "neue Stoßdämpfer (Öhlins) müssen her..." schön was dazu geschrieben.
Nochmal kurz zusammen gefasst.
-Ikon 285mm
-Druckstufe 2 von 3
-Zugstufe 3 von 4 Klicks
-vorn habe ich auch die progressiven wilbers Federn drin

Top Fahrverhalten.

Gruß Attila 😎

 
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RE: Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#5 von Old W. , 01.06.2021 08:08

Moin Thomas,
Danke für den Link zu Deinem Beitrag. Wie immer hast Du das Thema sehr ausführlich behandelt.
Du hast ja reichlich über Deine Federbeine nachgedacht. Entsprechen Deine Einstellungen den Herstellerangaben, oder weichen sie von ihnen ab?

Ich habe meine Wilbers gekauft, weil sie eine einstellbare Zugdämpfung haben, von Vielen empfohlen werden und gerade zu einem günstigen Preis in der Bucht zu haben waren.
Da der Hersteller meine Fahrweise und die Beschaffenheit meiner Straßen nicht kennt, kann die empfohlene Einstellung nur für einen Mittelwert passen. Ich versuche jetzt eine für mich passende möglichst komfortable und rückenschonende Einstellung zu finden, dabei spielt auch der Sattel und die Reifen eine Rolle.
Mit der Suchfunktion habe ich jetzt einige Berichte zu einstellbaren Federbeinen gefunden, aber nicht herausgelesen, ob die gefahrenen Herstellerangaben benutzt werden.
Mich interessiert jetzt, ob Alle Ihre einstellbaren Federbeine nach Herstellerangaben eingestellt habe, oder nach welchen Kriterien die Einstellungen geändert wurden.

 
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RE: Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#6 von OldMan54 , 01.06.2021 08:50

Ich bin ein Sonderfall, da ich sehr viel zu zweit fahre. Habe minimal, ca. eine Umdrehung die Federvorspannung erhöht und die Druckstufe 2 Klicks, von 14 auf 12, weiter zugedreht. Zugstufe 1 Klick straffer, 14 auf 13.
Solange die Straße halbwegs vernünftig ist, funktioniert das gut, also auch bei flotter Fahrweise kein Versetzen, Schaukeln etc.
Klar ist, werden die Wellen zu tief, z.B. Bahnübergang, gehen auch die Öhlins auf Block. Das ist mit den 7 cm Federweg einfach nicht zu verhindern, dann müsste die Feder extrem stark sein, ich habe jetzt eine für 140 kg drin, ist ein Kompromiss. Teste von der 1200 er Indian mit 5(!) cm Federweg belegen das, die rauscht auch laufend auf Anschlag.
Bei dieser Art Motorrad ist die Funktion klar der Optik geschuldet, tief....

Ich hatte meine Seriendämpfer mit den Ausgleichsbehältern einem 70 kg Mann verkauft, der hat mir geschrieben, dass die deutlich besser und komfortabler arbeiten würden, als seine alten.
Ist sicher auch eine Frage des Gewichts, je schwerer, umso problematischer.

Wenn ich mich auf Jörgs Victory setze macht die Hinterradfederung keinen Mucks
Meine gut 100 kg bewegen das über Umlenkung arbeitende Federbein nicht dazu, einzufedern.
Ich habe das bei unseren gemeinsamen Fahrten beobachtet, bei ihm, er ist minimal schwerer als ich, passt das, die Kiste federt, springt aber nicht.
Bei Bea identisch, ihre Wilbers federn sauber ohne zu springen oder zu schaukeln.

 
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RE: Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#7 von Old W. , 01.06.2021 09:34

Danke Thomas, ich werde das mal in meine Überlegungen einfließen lassen.
Die Druckdämpfung kann ich nicht einstellen, bin mit dem Einfedern aber so zufrieden.
Ich habe die Vorspannung fast ganz rausgenommen.
Jetzt habe ich gemerkt, daß die Bolt bei zugedrehter Zugdämpfung nach Bodenwellen hart aufsetzt. Ich werde da mal ein wenig mit rumprobieren.
Dein Beitrag hilft mir sehr.

 
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RE: Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#8 von Atti , 01.06.2021 13:35

Mahlzeit

Zur Einstellung Werner.
Bei der Druckstufe hab ich die geringste genommen. Da federt es leicht wenn ich mich mit meinen 65 kg draufsetze. Beim fahren kein durchschlagen oder harte Aufschläge. Liegt aber sicherlich auch mit an der Racer Sitzhaltung. Mehr Vorderradlastig. Zu zweit mittlere Stufe. Auch optimal.

Bei der Zugstufe Hab ich folgendes gemacht.
Da mein Moped in einem Vorderrad Ständer steht (staddystand) hab ich mich hinters Bike gestellt und mit der Hand draufgedrückt. Alle Klicks durchprobiert und beim dritten fand ich die Ausfedergeschwindigkeit am angenehmsten. Die Einstellungen hat sich auch auf der Straße gut bewährt.

Die Reifen, nun shinko E270, wirken nun auch noch zusätzlich dämpfend. Die Dämpfer einstellungen belasse ich aber so.

Gruß Attila 😎

 
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RE: Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#9 von Old W. , 01.06.2021 14:33

Danke Atti, ich werde das mal testen.

 
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RE: Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#10 von OldMan54 , 01.06.2021 16:26

Zitat von Old W. im Beitrag #7

Jetzt habe ich gemerkt, daß die Bolt bei zugedrehter Zugdämpfung nach Bodenwellen hart aufsetzt.


Die Zugstufe regelt die Ausfedergeschwindigkeit, also wie schnell das Federbein wieder komplett Ausfedert.
Bei zu wenig Dämpfung hat man den Gummiball Effekt, dass Motorrad fängt dann an zu pumpen.
Zu viel Dämpfung bedeutet, nach der ersten Bodenwelle kommt das Federbein nicht mehr in die ausgefederte Position, der Federweg wird also geringer.

Andererseits gilt, je härter die Feder, bzw. je stärker vorgespannt, umso mehr Dämpfung ist nötig.

Grundsätzlich immer also so weich wie möglich ohne das es schwingt oder durchschlägt. Ist immer ein Kompromiss.

 
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RE: Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#11 von Old W. , 01.06.2021 16:32

Thorsten, das klingt genau so viel nach Praxis, wie ich es gerne habe.
Zum Wochenende suche ich mir mal eine Teststrecke.

 
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RE: Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#12 von Old W. , 02.06.2021 20:04

Thomas, daß ich Dich Thorsten genannt habe, war nich böswillig.
Du und auch Atti, Ihr habt mich auf den richtigen Weg gebracht, dafür meinen besten Dank.
So langsam taste ich mich an die für mich beste Einstellung heran.
Nach ca 100 km bin ich bei 5 Klicks und werde vermutlich noch einen Weiteren zurückdrehen. Wenn es mich dann aus dem Sattel katapultiert, lege ich 1 Klick wieder zu.

 
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RE: Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#13 von OldMan54 , 03.06.2021 09:02

Hallo Werner,

kein Problem, ich komme da auch oft durcheinander.
Ran tasten ist der richtige Weg, es gibt nicht "die" Einstellung, dazu sind Fahrstil, Beladung, Untergrund auch viel zu unterschiedlich.
So richtig gut wird das bei der Bolt, im Vergleich zu "normalen" Motorrädern mit vernünftigem Federweg eh nie, aber doch deutlich besser als Serie

 
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RE: Gedanken zu einstellbaren Federbeinen.

#14 von Old W. , 03.06.2021 10:45

Zitat von OldMan54 im Beitrag #13
So richtig gut wird das bei der Bolt, im Vergleich zu "normalen" Motorrädern mit vernünftigem Federweg eh nie

Wenn ich da so an meine verflossene 1200er Goldwing mit luftunterstützter Federung denke.

 
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